Beim Kauf und Verkauf von Immobilien Bestpreise erzielen

Bei den Verhandlungen über die Preise für Immobilien stoßen zwei konträre Interessen aufeinander: Der Verkäufer möchte den höchstmöglichen und der Käufer den niedrigstmöglichen Preis haben. Deshalb wird auf beiden Seiten mit einigen Tricks gearbeitet, von denen wir Ihnen einige hier vorstellen möchten.

Was der Verkäufer von Immobilien tun kann

Der Mensch besitzt eine Eigenart: Er beurteilt viele Dinge nach dem ersten Eindruck. Das ist bei der Einschätzung neu kennengelernter Menschen nicht anders wie bei der Besichtigung eines Hauses oder einer Wohnung. Und genau das machen sich die professionellen Immobilienverkäufer zunutze.

Sie achten beispielsweise darauf, dass Immobilien zu bestimmten Tageszeiten besichtigt werden. Weist eine Wohnung einen geringen Lichteinfall auf, findet die Besichtigung zumeist in der fortgeschrittenen Dämmerung statt, wo in den Räumen ohnehin Kunstlicht eingeschaltet werden muss. Auch bedrückend nahe gelegene Gegenüber werden in der Dämmerung nicht so intensiv wahrgenommen, während sie in der Mittagszeit sofort ins Auge fallen würden.

Bei „Problemimmobilien“ an stark frequentierten Straßen wählen die Profis oft den Sonntag, weil dann das Verkehrsaufkommen allein wegen des geltenden LKW-Fahrverbots deutlich geringer ist. Damit sinkt auch der Geräuschpegel, der von den Fahrzeugen ausgeht. Bei Immobilien dicht an Bahnstrecken machen sich die Profis die Lücken im Fahrplan zunutze. Deshalb finden hier Besichtigungen üblicherweise um die Mittagszeit herum statt.

Die weiteren Tricks der Profis beim Verkauf von Immobilien

Soll ein größeres Objekt an den Mann gebracht werden, machen sich die professionellen Immobilienmakler eine weitere Besonderheit des menschlichen Empfindens zunutze. Neben dem ersten Eindruck merkt sich der Mensch auch das am besten, was er zuletzt gesehen hat. Daraus schlussfolgernd zeigt ein Immobilienmakler zuerst die Räume einer mittleren Qualität, begeht mit dem Interessenten die Problembereiche im mittleren Teil und die echten Highlights einer Immobilie werden zum Ende hin präsentiert.

Sind in einem Haus oder einer Wohnung Vorhänge besonders drapiert oder voluminöse Grünpflanzen drapiert, sollte man sich die Mühe machen und dahinter schauen. Damit werden gern einmal kleine Schwachstellen kaschiert. Auch eine während der Besichtigung anhaltende Durchzugslüftung sollte einen als Interessenten munter werden lassen. Häufig dient sie dazu, einen muffigen Geruch, der beispielsweise aus einem feuchten Keller aufsteigt, verschwinden zu lassen. Auch sollte man stutzig werden, wenn ein Makler einen Raum nur flüchtig von außen zeigt und schnell zum nächsten Raum weitergehen möchte. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass genau dieser Raum ein paar kleine Macken haben könnte.

Die möglichen Gegenmaßnahmen der interessierten Käufer

Räume, die der Immobilienmakler oder private Verkäufer am liebsten „übergehen“ möchte, sollte man sich besonders genau anschauen. Bei der Aushandlung des Termins für die Besichtigung sollte man als Interessent dem Anbieter Termine anbieten, die den von ihm angebotenen Besichtigungszeiten genau entgegengesetzt liegen. Probleme beim Lichteinfall an einem Haus oder einer Wohnung bekommt man am besten mit, wenn man die Besichtigung in der Mittagszeit, also der Zeit mit dem intensivsten natürlichen Licht legt. Dann sind auch Mängel im Außenbereich deutlich besser zu erkennen. Übertünchte Nassstellen in den Außenwänden machen sich dann beispielsweise durch eine charakteristische Schattenbildung bemerkbar. Objekte an Straßen oder Schienenwegen sollten in den Stoßzeiten besichtigt werden. Nur dann bekommt man einen echten Eindruck davon, welche Lärmbelästigung die Bewohner tatsächlich erwartet.

Wer sich als bautechnischer Laie für Kaufimmobilien interessiert, der ist gut beraten, wenn er eine kleine Zusatzausgabe tätigt und zur Besichtigung einen erfahrenen Baufachmann mitnimmt. Er achtet auch auf Anzeichen für Mängel, deren Erkennung einem Laien gar nicht möglich ist. Das reduziert das Risiko, später bei den Kosten für eine Behebung von Mängeln tief in die Tasche greifen zu müssen. Außerdem kann der Fachmann oft schon während der Besichtigung Auskunft geben, wie bestimmte Mängel behoben werden können und mit welchen Investitionen man dafür rechnen muss.

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