US Army von Virus ausspioniert

Im Pentagon rauchen derzeit die Köpfe der Programmierer. In der Steuersoftware der zur Luftaufklärung von der US Army benutzten Drohnen namens Reaper und Predator ist eine Spyware gefunden worden, die sämtliche Eingaben mitschreiben kann. Dass das so ist, wurde von nicht genannten Quellen gegenüber einem Internet-Magazin und der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber bestätigt.

US Army sucht nach den Urhebern des Keyloggers

Entdeckt wurde die Spyware vor reichlich zwei Wochen. Seitdem bemühen sich die IT-Experten der US Army vergeblich, den Schädling nachhaltig zu beseitigen. Wie er es schafft, sich immer wieder zu etablieren, konnte bisher nicht herausgefunden werden. Auch Hinweise auf die Quelle des Keyloggers gibt es derzeit noch nicht. Im Moment gehen die Experten davon aus, dass es sich auch um eines der „ganz normalen“ Schädlingsprogramme handeln könnte, die im Internet kursieren. Sie könnten über ein externes Speichermedium auf die Army-Rechner gelangt sein. Das Interessante an der ganzen Sache sind gleich zwei Dinge. Einerseits haben die Rechner, die Reaper und Predator steuern, keine Verbindung zum Internet. Sollten sie wenigstens nicht haben… Auch für die Verwendung von Speichermedien sollte es strenge Sicherheitsrichtlinien geben.

Wer will den Drohnen der US Army schaden?

Andererseits sind die Drohnen genau die technischen Hilfsmittel, die zur Bekämpfung der Urheber der Anschläge von Terroristen verwendet werden. Dass es von dort Angriffe auf das Computersystem der US Army gibt, ist nicht neu. Schon 2009 war es Hackern gelungen, die von den Drohnen gesendeten Aufzeichnungen abfangen und weiterleiten zu können. Die Beweise fanden sich auf Rechnern, die bei Hausdurchsuchungen sicher gestellt wurden.
Wer hier einen Schritt weiter denkt, der könnte zu dem Schluss kommen, dass bei der Art der Aktionen der Gegner der USA einen Fortschritt gegeben hat. Statt Angriffe zu starten, bei denen auch unbeteiligte Menschen getötet werden, könnte als Alternative das Lahmlegen der staatlichen Systeme ein neues Ziel sein. Wenn es Spyware so einfach gelingt, sich in Army-Systeme einzunisten, dann könnte zivile Ziele noch simpler zu knacken sein. Ein Beispiel dafür war der Stuxnet-Virus, der in die Steuersysteme einer Atomanlage im Iran eingeschleust worden ist.

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