Wenn der Drucker streikt – die erste Fehlersuche für den Laien

Es gibt viele Fehler, die man bei einem streikenden Drucker auch als Laie finden kann. Und manchmal stößt man bei der Fehlersuche auf Kleinigkeiten, die man so nicht für möglich gehalten hätte, weil sie eben nicht in fehlendem Papier, Toner und Druckertinte oder einer unterbrochenen Stromversorgung liegen. Nicht immer muss der Drucker in die Werkstatt, um die Fehlerquelle zu beseitigen. Wir haben einige häufige Beispiele für mögliche Ursachen eines „Druckerstreiks“ für Sie zusammen getragen.

Feuchtigkeit und Temperaturunterschiede – die Feinde der Drucker

Bei einem Laserdrucker können zum Beispiel die Umgebungsbedingungen dafür verantwortlich sein, dass er den Dienst verweigert oder qualitativ minderwertige Ausdrucke liefert. Vor allem der Faktor Feuchtigkeit spielt hier eine wichtige Rolle. Feuchtigkeit kann in die Tonerkartusche eindringen. Dadurch wird der Toner klumpig und die Ausdrucke werden unsauber. Kommen noch Temperaturschwankungen dazu, kann die sich auf den Bauteilen der Drucker niederschlagende Feuchtigkeit dafür sorgen, dass es an den Schnittstellen der Elektronik zu Fehlern bei der Informationsübertragung kommt oder die Elektronik sogar ganz versagen kann. Ein betroffener Laserdrucker sollte gründlich austrocknen können. Kartuschen mit verklumptem Toner müssen ersetzt werden. Danach laufen die meisten Drucker wieder.

Solche feuchtigkeitsbedingten Kurzschlüsse können auch bei einem Tintenstrahldrucker auftreten. Er bietet hier lediglich den Vorteil, dass man keine Beeinträchtigungen bei der Druckertinte befürchten muss, wenn der Drucker einen feuchten Standort hat. Regelmäßige große Temperaturunterschiede dagegen können sich auch auf die Druckertinte nachteilig auswirken. Die Feuchtigkeit dringt auch in die Papierkassetten und die Universalzufuhren der Drucker ein. Das führt dazu, dass die einzelnen Blätter aneinander kleben und von den Transporteinheiten nicht mehr sauber eingezogen werden können. Dann ist der Papierstau regelrecht „vorprogrammiert“, was wiederum zu einem vorzeitigen Verschleiß an den mechanischen Teilen führt.

Die Kommunikation zwischen Computer und Drucker klappt nicht

Hier kommen mehrere Ursachen in Frage. Zuerst sollte man die Steckverbindungen der Kabel überprüfen, falls der Drucker über die parallele Schnittstelle, einen USB-Port oder einen LAN-Port mit dem Computer verbunden ist. Werden der Drucker oder der Rechner verschoben, lösen sich die Steckverbindungen oftmals minimal, so dass es optisch auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Deshalb ist es ratsam, die Stecker zu ziehen und neu einzustecken. Auch der Wechsel des USB-Ports am PC sorgt oft für Abhilfe. Das ist vor allem dann der Fall, wenn der PC entweder über Ports mit unterschiedlichen Standards bestückt ist oder es sich um einen Port handelt, der häufig benutzt wird. Hilft das nicht, könnte auch das Kabel selbst einen Fehler haben. Ein Test mit einem anderen Kabel wäre deshalb ratsam. Abziehen und neu anstecken des Bauteils sind auch dann ratsam, wenn der Drucker über ein als optionales Druckerzubehör erhältliches WLAN-Modul mit dem Computer verbunden wird.

Die Firewall und die Rechteverwaltung könnten den Drucker blockieren

Eine zweite Ursache für Störungen der Kommunikation zwischen Drucker und Computer findet sich in der Firewall. Sind hier die Sicherheitsstufen zu hoch gesetzt, kann der Drucker keinen Kontakt mit dem Computer aufnehmen. Solche Fehler treten mit besonderer Häufigkeit dann auf, wenn Microsoft zu seinen Betriebssystemen im Rahmen des sogenannten Patch-Days, der üblicherweise ein Mal pro Monat stattfindet, zahlreiche Sicherheitsupdates installiert hat. Ältere Betriebssysteme sind davon besonders betroffen. Eine weitere Blockade kann von zu eng gefassten Rechten beim Zugriff auf die einzelnen Ports sowie von der Anti-Viren-Software ausgehen. Die Rechteverwaltung beim Drucker spielt vor allem bei Windows Vista eine große Rolle. Hier muss der Zugriff auf den Drucker vom Administrator für jeden einzelnen Nutzer freigegeben werden.

Beim Systemupgrade oft ein Upgrade der Druckertreiber notwendig

Das dritte Problem bei Druckerpannen könnte sein, dass versehentlich die Treiber für den Drucker gelöscht oder verschoben worden sind. Hier ist in der Regel eine Neuinstallation unerlässlich. Sollte die Installations-CD nicht aufzufinden sein, bieten die meisten Hersteller eigene Downloadbereiche für Druckertreiber an. Auch kann es sein, dass ein Druckertreiber nach einer Veränderung des Betriebssystems nicht mehr funktioniert. Solche Fehler treten vor allem beim Ugrade von Windows XP auf Windows Vista auf. Bei Vista ist auch die Rechteverwaltung mit zu beachten. Beim Upgrade von Windows 7 auf Windows 8 könnte es ebenfalls notwendig werden, eine neuere Version der Druckertreiber zu installieren.

Druckerprobleme im routergesteuerten Netzwerk beheben

Viele Drucker werden heute auch an den DSL-Boxen als Netzwerkdrucker betrieben. Möglich machen das zwei verschiedene Funktionen, die einerseits in der Nutzung als Server und andererseits im Potential der Fernanschlüsse bestehen. Wird ein Drucker als Fernanschluss an einer DSL-Box betrieben, müssen die Treiber auf jedem einzelnen der angeschlossenen Rechner installiert werden. Ist ein Drucker kurzzeitig nicht erreichbar, kann es sein, dass der Router gerade ein Update seiner Firmware gemacht hat und sich neu startet. Das erkennt man an speziellen Blinkintervallen der LED. Eine weitere häufige Ursache für nicht zustande kommende Kontakte mit dem Drucker an einer DSL-Box ist, dass die WLAN-Funktion über Hardware-Tasten aktiviert und deaktiviert werden kann. Das passiert beim Staubwischen oft unbemerkt und auch Kinder spielen gern an den zumeist hinterleuchteten Schaltern. Aber auch eine versehentliche Deaktivierung des Fernanschlusses über die Benutzeroberfläche des Routers wäre hier als Ursache einer Druckerstörung denkbar.

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